{"id":48,"date":"2022-06-17T17:21:55","date_gmt":"2022-06-17T14:21:55","guid":{"rendered":"http:\/\/m-arc.org\/?p=48"},"modified":"2023-07-19T11:42:49","modified_gmt":"2023-07-19T08:42:49","slug":"geistige_dimension","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/m-arc.org\/de\/2022\/06\/geistige_dimension\/","title":{"rendered":"Architektur und Zeitgeist - Wesensbegegnung im Gebauten"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><figure id=\"attachment_160\" aria-describedby=\"caption-attachment-160\" style=\"width: 678px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Geistige_Dimension-Teaser.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-160 size-large\" src=\"http:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Geistige_Dimension-Teaser-1024x659.jpg\" alt=\"\" width=\"678\" height=\"436\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Geistige_Dimension-Teaser-1024x659.jpg 1024w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Geistige_Dimension-Teaser-300x193.jpg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Geistige_Dimension-Teaser-768x494.jpg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Geistige_Dimension-Teaser.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-160\" class=\"wp-caption-text\">Rudolf Steiner &#8211; Goetheanum, Dornach, Schweiz, 1924 &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Egoit\u00e4t und Ichheit<\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Vom Beginn der Renaissance an bis zum Ende des 19. Jahrhunderts besch\u00e4ftigte und verband sich der Mensch immer mehr und mehr mit der irdischen Materie. Gleichzeitig trat eine neue Qualit\u00e4t in der Menschheitsentwicklung hervor, die Entwicklung der menschlichen Individualit\u00e4t, die zwar schon in griechisch-r\u00f6mischer Zeit veranlagt wurde, aber erst seit der Renaissance zur allgemeinen Wirksamkeit gelangte. Wenn wir uns heute fragen, was die geistige Dimension in der Architektur ist, h\u00e4ngt das unmittelbar mit der geistigen Lage der Menschheit zusammen, die direkt mit dem Thema der individuellen Entwicklung des Menschen in der heutigen Zeit verbunden ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Donato Bramante (um 1444-1514), der als einer der bedeutendsten Architekten der Renaissance den Auftrag f\u00fcr den Neubau der Peterskirche in Rom erhielt (ab 1506), hatte f\u00fcr diese Kirche &#8211; also f\u00fcr die wichtigste Bauaufgabe der damaligen Christenheit &#8211; das Ideal vor Augen, eine Verbindung des Prinzips der Basilika mit ihren B\u00f6gen und Schiffen (Maxentiusbasilika, 307-313 n. Chr.) und des Prinzips des Zentralraumes wie dem Pantheon in Rom (um 125 n. Chr. geweiht) zu schaffen. Im Pantheon f\u00fchlte sich der Mensch zum ersten Mal in die Mitte des Raumes gestellt &#8211; sogar die Mittelachsen der pyramiden\u00e4hnlichen Kassetten der Kuppel konvergieren nicht im Mittelpunkt der Halbkugel, sondern im Mittelpunkt des Bodens, dort also, wo der Betrachter steht. Es ist bestimmt kein Zufall, dass das Pantheon nicht einem bestimmten Gott geweiht war, sondern \u201eallen G\u00f6ttern\u201c, damit sich der Mensch auf diese Weise im Zentrum der ganzen g\u00f6ttlichen Welt erleben konnte. Dieser zentrale Raum ist allerdings noch als Tempel gedacht und besitzt nicht die Bewegungsrichtung, die mit der Basilika als Longitudinalbau verbunden ist. Bramante nun wollte diese beiden Prinzipien vereinen. In der Renaissance tauchte somit eine bestimmte neue Eigent\u00fcmlichkeit der Individualit\u00e4t auf, die fr\u00fcher so nicht vorhanden war: Einerseits das Ich-Erleben in der Zentralit\u00e4t, andererseits die Bewegungs-Dynamik, das Streben des Einzelnen in eine bestimmte Richtung.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das sind nat\u00fcrlich Anf\u00e4nge, die nicht sofort zu einer Bl\u00fcte f\u00fchrten, da die Verbindung mit der Materie, mit den \u00e4u\u00dferen Erscheinungsformen der Natur besonders im 18.\/19. Jahrhundert eher davon abhielt. Wir k\u00f6nnen also nicht sagen, dass der Prozess der Individualisierung im Sinne einer Verbindung mit dem Geistigen stetig aufw\u00e4rts ging, aber man sieht in der Renaissance und im Barock, z.B. im Werk von Borromini (1599-1667), auch die damit verbundenen Anf\u00e4nge der organischen Architektur, beispielsweise in dessen Ansatz, aus den Gesetzen der lebendigen Natur zu lernen.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Architektur des 19. Jahrhunderts mit ihrem Eklektizismus ist extremer Ausdruck der \u00fcbersteigerten Egoit\u00e4t, wonach der Einzelne ein Haus bestellt, das seinen Tr\u00e4umen, W\u00fcnschen und seinem Geschmack entspricht. Der Gegensatz zwischen dem Haus Batll\u00f3 in Barcelona (1904-1906) von Antoni Gaud\u00ed (1852-1926) und einem etwa zeitgleichen Geb\u00e4ude von Domen\u00e8ch i Montaner (1850-1923) zeigt, dass man in einer Zeit angekommen ist, wo jeder sich w\u00fcnschen kann, was er will wenn er nur \u00fcber das n\u00f6tige Geld verf\u00fcgt und wenn es vom Gesetz erlaubt ist. Es stellt sich somit die Frage nach der Freiheit der Individualit\u00e4t bzw. Egoit\u00e4t, die sich entwickeln m\u00f6chte in einer Zeit, in der religi\u00f6se und gesellschaftliche Formen immer mehr an Kraft verlieren.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_516\" aria-describedby=\"caption-attachment-516\" style=\"width: 678px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Batllo03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-516 size-large\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Batllo03-1024x659.jpg\" alt=\"\" width=\"678\" height=\"436\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Batllo03-1024x659.jpg 1024w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Batllo03-300x193.jpg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Batllo03-768x494.jpg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Batllo03-1536x989.jpg 1536w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Batllo03.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-516\" class=\"wp-caption-text\">A.Gaud\u00ed &#8211; Haus Batll\u00f3, Barcelona (Spanien), 1904 (links, Haus von L.Domen\u00e8ch i Montaner) &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_515\" aria-describedby=\"caption-attachment-515\" style=\"width: 658px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/011bImage02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-515 size-large\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/011bImage02-658x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"658\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/011bImage02-658x1024.jpg 658w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/011bImage02-193x300.jpg 193w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/011bImage02-768x1195.jpg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/011bImage02.jpg 826w\" sizes=\"auto, (max-width: 658px) 100vw, 658px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-515\" class=\"wp-caption-text\">A.Gaud\u00ed &#8211; Haus Batll\u00f3, Barcelona (Spanien), 1904 (links, Haus von L.Domen\u00e8ch i Montaner) &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wenn der Mensch sich keine besonderen Gedanken \u00fcber diesen Zustand macht, dann ist es oft so, dass andere Kr\u00e4fte sich an seiner statt Gedanken machen und auf verschiedene Weise versuchen, seine Weiterentwicklung in gewisse Richtungen zu lenken. Einige, sehr verbreitete Erscheinungsformen der gegenw\u00e4rtigen Architektur sind Ausdruck von Kr\u00e4ften, die die Individualit\u00e4t eher bremsen m\u00f6chten, die nicht zulassen m\u00f6chten, dass der Mensch sich seiner Ichheit bewusst wird. Durch Wiederholung, Anonymit\u00e4t und Monotonie der Umgebung wird der Mensch so beeinflusst, dass der Sinn f\u00fcr die eigentliche Individualit\u00e4t getr\u00fcbt wird.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es gibt andere Kr\u00e4fte, die versuchen, die Egoit\u00e4t so zu st\u00e4rken, dass sie nichts anderes als sich selbst sieht, dass sie machts\u00fcchtig wird und sich zu sehr mit dem Erdenstoff verbindet. In dem Torre Agbar von Jean Nouvel (*1945), einem B\u00fcro- und Wohngeb\u00e4ude in Barcelona aus dem Jahre 2004, kann man einen extremen Ausdruck des Stolzes und des Hochmuts erblicken. Es ist kein sakraler Bau, aber trotzdem so hoch wie die Sagrada Familia (1882 begonnen) von Antoni Gaud\u00ed und dominiert sogar noch st\u00e4rker seine Umgebung. Das Machtbewusstsein, das von diesem Geb\u00e4ude ausstrahlt, ist interessanterweise mit einer Farbigkeit verbunden, die an etwas wie organische Lebenssubstanzen erinnert, die allerdings nicht ganz gesund sind. Wenn man dieses Geb\u00e4ude von ferne sieht, hat man das Gef\u00fchl, dass Blut \u00fcber die Oberfl\u00e4che flie\u00dft &#8211; ein wirklich sehr m\u00e4chtiger sinnlicher Eindruck.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_521\" aria-describedby=\"caption-attachment-521\" style=\"width: 678px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Nouvel01-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-521 size-large\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Nouvel01-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"678\" height=\"904\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Nouvel01-768x1024.jpg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Nouvel01-225x300.jpg 225w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Nouvel01-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Nouvel01-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Nouvel01-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-521\" class=\"wp-caption-text\">J.Nouvel &#8211; Agbar Turm, Barcelona, Spanien, 2005 &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es gibt noch eine weitere Art, wie diese hypertrophierte Egoit\u00e4t sich baulich zu manifestieren sucht. Sie geht dabei nicht so aggressiv vor wie bei dem Agbar-Turm, sondern schafft eine Art Unterhaltungsarchitektur. Diese Architektur wird meist von gro\u00dfen B\u00fcros wie Atkins Design Studio geschaffen, die heute mit hunderten von Mitarbeitern haupts\u00e4chlich in L\u00e4ndern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Saudi Arabien t\u00e4tig sind und solche Bilder &#8211; es sind eigentlich mehr Bilder als konkrete Geb\u00e4ude \u2013 schaffen, die die Aufgabe haben, emotionale Bed\u00fcrfnisse nach spielerischen Qualit\u00e4ten, oberfl\u00e4chlichem Am\u00fcsement und immer neuen \u00dcberraschungen zu befriedigen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Im Kleinen kann man solche Ans\u00e4tze auch in Europa finden. Ein Neubauviertel in Amsterdam in der N\u00e4he des Hauptbahnhofes zeigt das Bestreben, eine lebendige Umgebung zu schaffen, in der die einzelnen H\u00e4user st\u00e4rker individualisiert sind als sonst \u00fcblich &#8211; also die Frage nach Individualit\u00e4t und Vielfalt stellen. Das wird mit witzigen Fassadenelementen wie h\u00e4ngenden Fenstern, geschwungene Traufen, beliebige H\u00f6henunterschiede etc. erreicht. Das alles sind Fassadengestaltungen, die meines Erachtens wenig Inhalt besitzen, umso mehr aber von der Absicht getragen sind, ein bisschen Witz in die Sache zu bringen. Im Prinzip ist wiederum kein Impuls f\u00fcr eine echte innere Befriedigung oder gar Weiterentwicklung des Menschen erkennbar.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Man kann nat\u00fcrlich fragen, was denn schlecht daran sein soll, mit Witz zu bauen. Ich vermute, dass ein Bewohner, der jeden Tag diesen \u201eWitzen\u201c ausgesetzt ist, diese schon nach kurzer Zeit nicht mehr so witzig finden wird, weil sie zu oberfl\u00e4chlich sind und der Nutzer auf Dauer eine Art Schw\u00e4chung seines Gef\u00fchlslebens erf\u00e4hrt; denn letztendlich wird ja die eigene Individualit\u00e4t in st\u00e4ndige Beziehung zu einem blo\u00dfen Witz gesetzt. Am h\u00e4ufigsten finden sich solche Erscheinungen in Osteuropa, wie z.B. bei dem Einkaufszentrum Nautilus in der N\u00e4he des Roten Platzes in Moskau. Das Beispiel zeigt, wie viele verschiedenen Elemente, Stile und Spiele mit Formen und Farben als Ausdruck von Gef\u00fchlsstr\u00f6men in einem Geb\u00e4ude zusammen kommen k\u00f6nnen. Im Grunde ist das mehr oder weniger derselbe Eklektizismus, wie er am Ende der 19. Jahrhunderts in Europa auftrat. Bei meinen langj\u00e4hrigen Aufenthalten im Osten Europas konnte ich beobachten, dass das Leben selbst sehr oberfl\u00e4chlich wird, wenn die Menschen immer von solchen Geb\u00e4uden umgeben sind.&nbsp;<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_523\" aria-describedby=\"caption-attachment-523\" style=\"width: 938px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Nautilus_Moskau.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-523 size-full\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Nautilus_Moskau.jpg\" alt=\"\" width=\"938\" height=\"704\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Nautilus_Moskau.jpg 938w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Nautilus_Moskau-300x225.jpg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Nautilus_Moskau-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 938px) 100vw, 938px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-523\" class=\"wp-caption-text\">A.Worontsow &#8211; Kaufhaus &#8222;Nautilus&#8220;, Moskau, Russland, 1999 &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Pioniere der organischen Architektur wie Antoni Gaud\u00ed versp\u00fcrten am Anfang des 20. Jahrhunderts das Bed\u00fcrfnis, etwas zu tun, damit der Mensch sich der eigenen Individualit\u00e4t bewusst werden und Unterst\u00fctzung f\u00fcr seine Entwicklung in der Architektur finden kann. Das haben diese Pioniere auf verschiedene Weise versucht, jeder nach Konstitution und M\u00f6glichkeiten. Ich m\u00f6chte an dieser Stelle nicht das Werk dieser Architekten analysieren, sondern werde aufzuzeigen versuchen, welche Ans\u00e4tze ich sehe, diesen Bed\u00fcrfnissen im Sinne des heutigen Zeitgeistes entgegen zu kommen.<\/span><\/p>\n<h3><b>Spiegelung durch Architektur<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Eine erste M\u00f6glichkeit ist die Spiegelung der Individualit\u00e4t durch Architektur, indem der Mensch in einem Geb\u00e4ude einen individuellen Ausdruck wahrzunehmen vermag und dadurch auf die eigene Individualit\u00e4t verwiesen wird. In der Casa Mil\u00e0 (1906-1910) von Antoni Gaud\u00ed, einem gro\u00dfen Mietshaus in Barcelona, wird das Bestreben deutlich, jedem Fenster und jeder Ecke einen ausgepr\u00e4gten individuellen Ausdruck zu geben. Das zeigt, dass sogar bei einem solchem Bau, der nicht f\u00fcr einen bestimmten Menschen, sondern f\u00fcr eine gro\u00dfe Anzahl von Familien geplant wurde, die Qualit\u00e4t des Individuellen gespiegelt werden kann.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_526\" aria-describedby=\"caption-attachment-526\" style=\"width: 678px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/011fImage04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-526 size-large\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/011fImage04-777x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"678\" height=\"894\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/011fImage04-777x1024.jpg 777w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/011fImage04-228x300.jpg 228w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/011fImage04-768x1012.jpg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/011fImage04-1165x1536.jpg 1165w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/011fImage04.jpg 1232w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-526\" class=\"wp-caption-text\">A.Gaud\u00ed &#8211; Haus Mil\u00e0, Barcelona, Spanien, 1910 &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In einer weniger plastischen Art findet man das auch bei Frank Lloyd Wright (1867-1959). Im Unity Temple in Oak Park\/Illionis (1904) kann man &#8211; trotz der gro\u00dfen Einfachheit der Volumen &#8211; in der Art, wie die Ansicht an der Stra\u00dfe gestaltet ist, die Spiegelung einer individuellen Haltung wahrnehmen. Das liegt wohl auch daran, dass der mittlere Bereich vielleicht nur 30 bis 40 Zentimeter n\u00e4her an der Stra\u00dfe liegt als die seitlichen Elemente, und dass durch die Proportionen der Fassade der Eindruck erweckt wird, dass der obere Teil mit den Fenstern und dem Dachvorsprung wie ein Hinausschauen des Geb\u00e4udes zum Ausdruck bringt. Noch st\u00e4rker kann man solche Qualit\u00e4ten in den sp\u00e4teren Werken von Frank Lloyd Wright erleben, wie der Unitarian Church in Madison, Wisconsin (1947).&nbsp;<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_527\" aria-describedby=\"caption-attachment-527\" style=\"width: 678px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/P1010633-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-527 size-large\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/P1010633-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"678\" height=\"509\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/P1010633-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/P1010633-300x225.jpg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/P1010633-768x576.jpg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/P1010633-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/P1010633-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-527\" class=\"wp-caption-text\">F.L.Wright &#8211; Unity Temple, Oak Park (IL), USA, 1904 &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_530\" aria-describedby=\"caption-attachment-530\" style=\"width: 678px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/33zo-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-530 size-large\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/33zo-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"678\" height=\"509\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/33zo-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/33zo-300x225.jpg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/33zo-768x576.jpg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/33zo-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/33zo-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-530\" class=\"wp-caption-text\">F.L.Wright &#8211; Unitarian Church, Madison (WI), USA, 1951 &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Abgesehen von den Pionieren dieser Bewegung findet man im ganzen 20. Jahrhundert viele Bauten, die die erw\u00e4hnten Qualit\u00e4ten aufweisen, wie z. B. die T\u00fcrme der ING-Bank von Alberts &amp; Van Huut in Amsterdam (1987). In diesem Fall ist die Art der Gestaltung auch mit der Intention verbunden, die T\u00fcrme so zu individualisieren, dass trotz der Gr\u00f6\u00dfe des Komplexes die verschiedenen Gruppen von Mitarbeitern sich mit dem eigenen Arbeitsort identifizieren k\u00f6nnen, im Gegensatz zur sonst \u00fcblichen Anonymit\u00e4t bei B\u00fcrogeb\u00e4uden. Auch in vielen Werken Santiago Calatravas kann man sehr stark diesen Ansatz ausgepr\u00e4gt finden, wie beispielsweise in der Erweiterung des Kunstmuseum in Milwaukee (1994-2000), wo man im Vergleich zur ING-Bank von au\u00dfen eine st\u00e4rkere Dynamik, eine Bewegungsqualit\u00e4t wahrnehmen kann.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Gerade dieser Bau f\u00fchrt uns zu einem zweiten Aspekt, inwieweit auch ein Innenraum eine Gelegenheit zur Spiegelung der Individualit\u00e4t bieten kann, denn die Wahrnehmung der Ansicht ist ja nur ein erstes Moment in der Begegnung mit einem Bauwerk. Als ich mich anl\u00e4sslich eines Vortrages mit dem Thema Innenraum besch\u00e4ftigte, war ich erstaunt zu bemerken, wie es auch in der Innenraumgestaltung durch das ganze 20. Jahrhundert hindurch ein Grundprinzip gibt, das mit der Idee von Bramante zu tun hat, das aber eben erst im 20. Jahrhundert sich verbreiten konnte. Das k\u00f6nnen wir im Museum von Milwaukee beispielhaft sehen. Ein Raum, der sich vom Eingang aus etwa bis zur Mitte der Gesamtl\u00e4nge erweitert und dann wieder enger wird und zu einem Abschluss (in diesem Fall mit einer Spitze) kommt. Dadurch entsteht ein Gef\u00fchl f\u00fcr die Verbindung von Zentralit\u00e4t und Dynamik: Man bewegt sich in die Richtung der Symmetrieachse, man kommt zu einem Erlebnis von Erweiterung und dann von Zentrum, man bleibt aber nicht im Zentrum stehen (wie im Pantheon), sondern man bewegt sich weiter, man bekommt einen Impuls zur Weiterentwicklung, zur \u00dcberwindung der reinen Egoit\u00e4t. Das ist ein Raumprinzip, das sich als ein Leitmotiv durch die ganze organische Architektur des 20. Jahrhunderts zieht.&nbsp;<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_528\" aria-describedby=\"caption-attachment-528\" style=\"width: 678px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/milwauk32b-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-528 size-large\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/milwauk32b-1024x691.jpg\" alt=\"\" width=\"678\" height=\"458\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/milwauk32b-1024x691.jpg 1024w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/milwauk32b-300x202.jpg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/milwauk32b-768x518.jpg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/milwauk32b-1536x1036.jpg 1536w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/milwauk32b-2048x1381.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-528\" class=\"wp-caption-text\">S.Calatrava &#8211; Quadracci Pavillion, Milwaukee Art Museum. Milwaukee (WI), USA, 2001 &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ein Urbild daf\u00fcr bzw. einer der fr\u00fchesten R\u00e4ume dieser Art ist der Saal des zweiten Goetheanums, der sich in Richtung der B\u00fchne \u00f6ffnet und die Idee der Doppelkuppel oder der Durchdringung von Zuschauer- und B\u00fchnenraum in sich birgt. Die Raumdurchdringungen in der Krypta G\u00fcell von Gaud\u00ed, die nicht vom Goetheanum abgeleitet ist, zeigt, dass Motive gleichzeitig an verschiedenen Orten am Anfang des 20. Jahrhunderts als Ausdruck des Zeitgeistes auftauchten.<\/span><\/p>\n<h3><b>Innere Haltung und Gestaltungsqualit\u00e4t<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bisher habe ich \u00fcber Spiegelungen der Individualit\u00e4t gesprochen. Auch im Innenraum kann es eine Spiegelung oder mehr eine innere Wahrnehmung dieser Qualit\u00e4t geben. Der Aspekt der Entwicklung kann sich noch ausdrucksvoller durch die Metamorphose und durch die Verwandlung der Formen entfalten, wie im \u00c4u\u00dferen des zweiten oder im Inneren des ersten Goetheanums zu sehen ist. Architekten wie Jens Peters (*1934) haben versucht, in ihren Bauwerken das Entwicklungsgef\u00fchl zu vermitteln. In der Waldorfschule in Salzburg (1. Bauabschnitt 1991-1994, 2. Bauabschnitt 2008; vgl. Mensch+Architektur Nr. 61\/62) befinden sich die verschiedenen Teile offensichtlich in einem Entwicklungs- und Verwandlungsprozess, obwohl in diesem Fall, denke ich, keine Metamorphose wie in den Formen des ersten Goetheanums zu finden ist. Das hei\u00dft, durch diese Gestaltung wird die Bestrebung, der Impuls zur Entwicklung erlebbar, auch durch die Gestaltung der D\u00e4cher und durch die gesamte Bewegung des Geb\u00e4udes.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_532\" aria-describedby=\"caption-attachment-532\" style=\"width: 678px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Salzburg04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-532 size-large\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Salzburg04-1024x460.jpg\" alt=\"\" width=\"678\" height=\"305\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Salzburg04-1024x460.jpg 1024w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Salzburg04-300x135.jpg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Salzburg04-768x345.jpg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Salzburg04.jpg 1093w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-532\" class=\"wp-caption-text\">BPR &#8211; Rudolf-Steiner-Schule, Salzburg. \u00d6sterreich &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ein weiterer Aspekt neben der Spiegelung der Individualit\u00e4t und der Anregung zu ihrer Entwicklung ist die Vermittlung von inneren Haltungen, die ja die innere Entwicklung unterst\u00fctzen. Dabei geht es darum, den Ausdruck des Geb\u00e4udes tiefer und bewusster zu empfinden und ihn mit gewissen seelischen Qualit\u00e4ten zu verbinden. Das hei\u00dft im Grunde genommen, dass ein Architekt, der so etwas anstrebt, auch in der Lage sein muss, die inneren Haltungen zu ersp\u00fcren, die eine Entwicklung oder eine Verbindung zum Geistigen erm\u00f6glichen. Denn wenn man akzeptiert, dass eine Individualit\u00e4t als etwas Wesenhaftes existiert, kommt man zwangsl\u00e4ufig darauf, dass sich diese Entwicklung der Individualit\u00e4t in innerem Zusammenhang mit dem Wesenhaften in der Welt, das man auch \u201edas Geistige\u201c nennen kann, befindet.(Hier Fussnote: \u201eDeswegen beschreibt Rudolf Steiner die Anthroposophie als einen Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschen zum Geistigen im Weltenall f\u00fchren m\u00f6chte (konnt Ihr bitte den genauen Zitat aus den Statuten der AAG hinzuf\u00fcgen?)) Das bedeutet, dass die Individualit\u00e4t, die sich durch die Jahrhunderte vom Geistigen immer mehr abgesondert und mit der Materie immer mehr verbunden hat, wieder einen Zugang zum Geistigen finden muss. Das ist die Entwicklungsperspektive. Die Architektur kann Qualit\u00e4ten und Haltungen in sich tragen, die f\u00fcr die Menschen hilfreich sind, um auf diesem Weg vorw\u00e4rts zu schreiten.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Im Kindergarten von Bergen (1981), einem Entwurf von Espen Tharaldsen, k\u00f6nnen wir eine Liebeshaltung, eine Liebesgeste wahrnehmen, die durch dieses Geb\u00e4ude zum Ausdruck kommt und wirklich von den Menschen aufgenommen werden kann als ein Beispiel, wie man sich zur Umgebung und zu den Mitmenschen verhalten kann. Eine andere Qualit\u00e4t ist zum Beispiel die Offenheit zur Welt, wie sie bei dem Kulturhaus in J\u00e4rna (1992) von Erik Asmussen (1913-1998) in der Ansicht zur Hauptstra\u00dfe zum Ausdruck kommt. Der in der Landschaft lang gestreckte Bauk\u00f6rper \u00f6ffnet sich der ganzen Umgebung und zeigt an den beiden Seiten zwei Elemente, die durch die vertikalen Akzente diese Bewegungen verst\u00e4rken und in einer Art Bewusstswerdung zum Abschluss bringen.&nbsp;<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_534\" aria-describedby=\"caption-attachment-534\" style=\"width: 1011px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Jarna09.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-534 size-full\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Jarna09.jpg\" alt=\"\" width=\"1011\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Jarna09.jpg 1011w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Jarna09-300x127.jpg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Jarna09-768x324.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1011px) 100vw, 1011px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-534\" class=\"wp-caption-text\">E.Asmussen &#8211; Haus der Kultur, J\u00e4rna, Schweden &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<h3><b>Geb\u00e4ude als Hilfe zur Geistesschulung<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese Qualit\u00e4ten hilft, die Intentionen und die Eigenschaften der organischen Architektur auf eine nicht dogmatische Art zu beschreiben und sie mit anderen Ans\u00e4tzen zu vergleichen. Eine objektive Bewertung der Architektur braucht eine konkrete Grundlage, die meines Erachtens nur in der Beobachtung der Auswirkung der Bauwerke auf die Entwicklung des Menschen liegen kann. Die Aktualit\u00e4t der Architektur Rudolf Steiners (1861-1925) liegt f\u00fcr mich gerade darin, dass Geb\u00e4ude wie das Goetheanum in h\u00f6chstem Ma\u00dfe viele der erw\u00e4hnten Qualit\u00e4ten in sich vereinen. Der Au\u00dfengestaltung des zweiten Goetheanum (ab 1924) hat Rudolf Steiner z. B. die grundlegenden Haltungen einverleibt, die f\u00fcr einen Menschen notwendig sind, der sich auf den Weg der Geistesschulung oder inneren Entwicklung begibt. Wenn man die Westfassade lange genug auf sich wirken l\u00e4sst, wird man erkennen, dass sie eine innere Haltung ausstrahlt, die mit den Eigenschaften des Geistessch\u00fclers verbunden ist. Ein Aspekt ist z. B. die Verbindung von Konzentration und individueller Kraft, besonders dank der Form des oberen Fensters und der vertikalen Symmetrieachse; oder die gro\u00dfe Offenheit, die man eher im unteren Bereich auf der Ebene der Terrasse findet. Dieses Geb\u00e4ude verbindet die beiden Seelenqualit\u00e4ten, die im Buch \u201eWie erlangt man Erkenntnisse der h\u00f6heren Welten\u201c von Rudolf Steiner als grundlegende Voraussetzungen der Geistesschulung dargestellt werden: \u201eEin offenes Herz f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Au\u00dfenwelt\u201c und \u201einnere Festigkeit und unersch\u00fctterliche Ausdauer\u201c1. In diesem Sinne ist das Goetheanum eigentlich ein Objekt, in dessen Ausdruck man sich versenken kann, um sich einige Qualit\u00e4ten anzueignen, die man ben\u00f6tigt, um in der eigenen Entwicklung fortzuschreiten.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_537\" aria-describedby=\"caption-attachment-537\" style=\"width: 1025px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2GoethW.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-537 size-full\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2GoethW.jpg\" alt=\"\" width=\"1025\" height=\"665\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2GoethW.jpg 1025w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2GoethW-300x195.jpg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2GoethW-768x498.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1025px) 100vw, 1025px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-537\" class=\"wp-caption-text\">Rudolf Steiner &#8211; Goetheanum, Dornach, Schweiz, 1924 &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dasselbe kann man aber auch \u00fcber viele andere Bauten sagen. Bei dem erw\u00e4hnten Unity Temple von Frank Lloyd Wright findet man bis zu einem gewissen Grad die Qualit\u00e4t, die man im zweiten Goetheanum findet und meines Erachtens auch eine erstaunliche \u00c4hnlichkeit im Ausdruck der beiden Geb\u00e4ude, in der Art, wie sie schauen, in der inneren Haltung, die sie vermitteln. Das bedeutet, dass wohl beide Architekten ein \u00e4hnliches Empfinden gehabt haben m\u00fcssen f\u00fcr diese Qualit\u00e4t des Hineinschauens in eine andere Welt, in einen \u00fcbersinnlichen Bereich.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><b>Umgang mit Wesenhaftem<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Eine letzte Ebene m\u00f6chte ich noch ansprechen, mit deren Hilfe der Mensch einen Zugang zum Geistigen finden kann. Sie betrifft die Bildung einer Umgebung, in der der Mensch nicht nur seine eigene Individualit\u00e4t wahrnimmt, sondern in der er empfindet, dass er auch von anderen geistigen Wesen umgeben ist, wo er sich schulen kann, andere Geisteswesen au\u00dfer sich selbst und seine Mitmenschen wahrzunehmen. Besonders beim Heizhaus des Goetheanum in Dornach, 1914 nach Entw\u00fcrfen Rudolf Steiners errichtet, kann auffallen, dass es nicht um eine Spiegelung der menschlichen Individualit\u00e4t geht, sondern um den Ausdruck einer anderen Qualit\u00e4t des Geistigen. Unter diesem Gesichtspunkt kann man das Goetheanum und die herumliegenden Bauten von Rudolf Steiner als eine Art Kolonie von verschiedenen Wesen, die miteinander in Verbindung stehen, betrachten.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_539\" aria-describedby=\"caption-attachment-539\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20190607_151034-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-539 size-large\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20190607_151034-660x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20190607_151034-660x1024.jpg 660w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20190607_151034-193x300.jpg 193w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20190607_151034-768x1192.jpg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20190607_151034-990x1536.jpg 990w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20190607_151034-1320x2048.jpg 1320w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20190607_151034-scaled.jpg 1650w\" sizes=\"auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-539\" class=\"wp-caption-text\">Rudolf Steiner &#8211; Goetheanum-Heizhaus, Dornach, Switzerland, 1913 &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">\u00c4hnliches kann man sagen \u00fcber den Bahnhof des Flughafens Saint-Exup\u00e9ry in Lyon (1989-1994) von Santiago Calatrava. Da ist auch etwas von einer nicht menschlichen Natur zu erleben, ohne bewerten zu wollen, ob sie gut oder schlecht ist. Trotzdem kann man direkt empfinden, da kommt etwas dem Menschen entgegen, was au\u00dferhalb seines Menschseins liegt. In Verbindung mit der Bauaufgabe kann es sich diesbez\u00fcglich auch um den Ausdruck des Wesens einer Gemeinschaft, z. B des Wesens einer Schule handeln. Diese Haltung kann nicht nur in der Hauptgestaltung eines Baus auftauchen, sondern auch in Detailelementen, wie im erw\u00e4hnten Bahnhof, wo viele Elemente von dieser Qualit\u00e4t sprechen, wo der Mensch sich st\u00e4ndig mit diesem Wesenhaften konfrontiert sieht, z. B. durch die Abschlusselemente der Treppengel\u00e4nder. Das Interessante ist, dass in den letzten Jahren diese erw\u00e4hnten Aspekte immer mehr Verbreitung gefunden haben auch unter Architekten, die es nicht von Anfang an angestrebt haben.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup0104.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-544\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup0104-1024x657.jpg\" alt=\"\" width=\"678\" height=\"435\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup0104-1024x657.jpg 1024w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup0104-300x193.jpg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup0104-768x493.jpg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup0104-1536x986.jpg 1536w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup0104.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_542\" aria-describedby=\"caption-attachment-542\" style=\"width: 678px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup010103.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-542 size-large\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup010103-1024x664.jpg\" alt=\"\" width=\"678\" height=\"440\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup010103-1024x664.jpg 1024w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup010103-300x195.jpg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup010103-768x498.jpg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup010103-1536x996.jpg 1536w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Exup010103.jpg 1912w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-542\" class=\"wp-caption-text\">S.Calatrava &#8211; Bahnhof des Flughafens St.Exup\u00e9ry , Lyon, Frankreich, 1994 &#8211; \u00a9 L.Fiumara<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ich glaube, dieses Ph\u00e4nomen hat damit zu tun, dass der Zeitgeist von den Architekten und den Menschen allgemein heute immer st\u00e4rker empfunden wird. Das geschieht durch die Entwicklung, die wir im letzten Jahrhundert durchgemacht haben, und auch im Zusammenhang mit dem, was Rudolf Steiner als \u201e\u00dcberschreiten der Schwelle\u201c der geistigen Welt f\u00fcr die ganze Menschheit am Anfang des 20. Jahrhunderts beschrieben hat. Das ist ein Prozess, der mit der Zeit immer st\u00e4rker wird, sich immer weiter fortsetzt. Aber man bemerkt auch, dass ohne ausreichendes Bewusstsein f\u00fcr die wahren Bed\u00fcrfnisse des Menschen, dieses Empfinden des Zeitgeistes sich in einer Form zeigt oder verk\u00f6rpert, die nicht immer f\u00f6rderlich ist f\u00fcr den Menschen. Man hat das Bed\u00fcrfnis, etwas Wesenhaftes wahrzunehmen, aber dieses Wesenhafte nimmt alle m\u00f6glichen Formen, alle m\u00f6glichen Qualit\u00e4ten an, die auch zuf\u00e4llig oder wild sind (wie z.B. im Innenraum der DZ-Bank am Pariserplatz in Berlin von Frank Gehry). Nicht zuletzt kann es auch sch\u00e4dliche Wirkungen geben, wenn diese wesenhafte Qualit\u00e4t nicht bewusst ergriffen wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Neben vielen bewegten Beispielen von Gehry,&nbsp; Foster oder Zaha Hadid sehen wir parallel gehend eine immer st\u00e4rkere Verh\u00e4rtung in der Architektur, wo man eher die materialistisch-aufgefasste Funktionalit\u00e4t und die Reinheit der Formen ins Zentrum stellt. Vieles von dem, was heutzutage besonders in Mitteleuropa gebaut wird, ist durch ein starkes Todesgef\u00fchl bis in der Wahl der Materialien (meistens Stahl, Beton und Glas) und die Farbigkeit (am liebsten Grau, Weiss oder Braun) hinein gepr\u00e4gt. Dieser Strom der Verh\u00e4rtung basiert auf einer Weltanschauung, die die Entwicklung der Technik als Hauptmerkmal und als wesentlicher Kulturfaktor unserer Zeit sieht. Schon Le Corbusier begeisterte sich am Anfang des 20. Jhdt f\u00fcr die Esthetik der Maschine und nannte seine Entw\u00fcrfe von H\u00e4usern \u201eMaschinen zum Wohnen\u201c, damit eine Richtung zeigend, die allm\u00e4hlich zum Auschluss alles Lebendigen aus der Architektur f\u00fchrt. Dahinter steckt meines Erachtens eine grosse Angst vor dem Geistigen und vor dem Unberechenbaren, das sich im seelischen Bereich abspielt.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Diese Art von Architektur hat auch einen gewissen Einfluss auf die organisch planenden und gestaltenden Architekten ausge\u00fcbt, sei es aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden, sei es wegen der Vorschriften, die nichts anderes erm\u00f6glichen (was in vielen F\u00e4llen tats\u00e4chlich so ist), oder weil man sich einfach anpassen m\u00f6chte an das, was in der Welt f\u00fcr modern gehalten wird. Sicher ist die Besch\u00e4ftigung mit den Tendenzen, die in unserer Zeit leben, notwendig, aber zusammen mit dieser ernsten Besch\u00e4ftigung braucht man eine lebendige und bewusste Beziehung zum Wesen des Zeitgeistes, um nicht in eines der Extreme zu verfallen und um etwas Positives beitragen zu k\u00f6nnen. Deshalb wollte ich das zeigen, dass f\u00fcr mich dieser Aspekt der Weiterentwicklung der Menschen ganz wesentlich ist.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Anmerkungen<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">1 Rudolf Steiner: Wie erlangt man Erkenntnisse der h\u00f6heren Welten, Dornach 1993, S. 108.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlicht in M+A, 8\/2009<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Frage nach dem Zeitgeist ist etwas, was den Architekten bei jeder Bauaufgabe interessieren sollte, denn ohne ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Zeitgeist und ohne dass dieser Zeitgeist in jede Aufgabe mit einbezogen wird, wird das Resultat wahrscheinlich anachronistisch und nicht wirklich den Bed\u00fcrfnissen der Gegenwart gerecht. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":160,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[37,44,43,20],"tags":[64],"class_list":["post-48","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-design","category-fundamentals","category-history","category-magazine-ma","tag-fundamentals"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48"}],"version-history":[{"count":32,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":547,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48\/revisions\/547"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/160"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}