{"id":59,"date":"2024-02-19T12:11:00","date_gmt":"2024-02-19T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/m-arc.org\/?p=59"},"modified":"2024-03-17T19:33:51","modified_gmt":"2024-03-17T16:33:51","slug":"wozu-eine-zeitschrift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/m-arc.org\/de\/2024\/02\/wozu-eine-zeitschrift\/","title":{"rendered":"Wozu brauchen wir eine Zeitschrift?"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><p><span style=\"font-weight: 400;\">Luigi Fiumara<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das IFMA entstand in einer Zeit \u2013 Ende der 80er Jahre \u2013 die Fast als Kulmination der Popularit\u00e4t der anthroposophisch inspirierten organischen Architektur &#8211; symbolisiert durch den Hauptquartier der ING-Bank in Amsterdam, durch die Gestaltung der Z\u00fcge der Deutschen Bahn seitens des B\u00fcros BPR und durch das Rudolf-Steiner Seminar in J\u00e4rna &#8211; bezeichnet werden kann. Die Gr\u00f6\u00dfe, die Menge und die Bedeutung der von anthroposophischen Architekten ausgef\u00fchrten Projekte sorgten f\u00fcr ein breites Interesse im Bezug auf ihren Ansatz. In einer solchen Lage, war das Bed\u00fcrfnis nach Austausch und Vertiefung selbstverst\u00e4ndlich, und das IFMA bot eine Plattform daf\u00fcr.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Heute sind wir in einer fast polare Situation, wo selbst anthroposophische Institutionen oft wenig Interesse oder gar Ablehnung der organischen Gestaltung gegen\u00fcber zeigen, und wo die Entwicklung der Vorschriften und der Wirtschaft oft zu gro\u00dfen Einschr\u00e4nkungen der Freiheit im Entwerfen f\u00fchren. Dementsprechend sind die Auftragslage und die Anzahl und Qualit\u00e4t der realisierten Projekte im Bereich der organischen Architektur viel bescheidener, als in den 80er und 90er Jahren. Es stellt sich daher nat\u00fcrlicherweise die Frage, in wie weit und mit welchen Zielsetzungen ein Austausch zu den Fragen der organischen Gestaltung aktuell und interessant sein kann. Auch das Fortbestehen einer Zeitschrift wie M+A ist in einer Zeit, wo neue bedeutsame organische Bauten nur selten entstehen und gezeigt werden k\u00f6nnen, nicht selbstverst\u00e4ndlich.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Anders gesehen, ist vielleicht gerade in einer solchen Krisenzeit wichtig, die M\u00f6glichkeit zu haben, sich \u00fcber die Grundlagen und die zuk\u00fcnftige Entwicklung eines ideellen Ansatzes auszutauschen, um gemeinsam neue Wege der Entfaltung eines Impulses zu erforschen.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In diesem Sinne ist es von gro\u00dfer Bedeutung auch kleine Versuche, die auf die heutigen Herausforderungen zu antworten versuchen, wahrzunehmen und zu besprechen, denn in ihnen k\u00f6nnen die Samen f\u00fcr neue Herangehensweisen liegen. Je mehr solche kleine &#8211; und vielleicht \u00e4u\u00dferlich gesehen im Vergleich zu fr\u00fcheren pr\u00e4chtigen Erscheinungen unbedeutende &#8211; Beispiele ans Licht treten werden, desto einfacher sein wird, f\u00fcr andere Architekten daran anzukn\u00fcpfen, um neue Arbeitsformen zu entwickeln.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ein weiteres Ph\u00e4nomen, das zur Wichtigkeit einer Austauschplattform beitr\u00e4gt, ist das immer h\u00e4ufigere Entstehen von interessanten&nbsp; Beispielen von organischer Architektur in L\u00e4ndern und Kontinenten, die fr\u00fcher unter diesem Gesichtspunkt nichts anzubieten hatten. Gleichzeitig werden Gebiete, wo in der Vergangenheit Vieles entstanden ist, weniger aktiv. Eine Folge davon ist die immer weitere Differenzierung der Erscheinungen und der Arbeitsweisen, je nach Umgebung und Kultur. Wir als Redaktion hoffen sehr, dass das neue Online-Format einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung eines globalen Bewusstseins \u00fcber die Lage und die Errungenschaften der organischen Bewegung leisten kann. Das wird um so mehr gelingen, wenn aus verschiedenen Weltecken auch spontane Berichte \u00fcber Projekte und Veranstaltungen zufliessen werden.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die in der Webseite eingebaute M\u00f6glichkeit der automatisierten \u00dcbersetzung von Inhalten soll dazu dienen, Sprachbarrieren in alle Richtungen, sowohl f\u00fcr die Leser als auch f\u00fcr die Autoren, zu \u00fcberwinden. Insgesamt werden die Artikel \u2013 im Vergleich zu einem gedruckten Medium \u2013 weniger Anspruch auf Perfektion haben, zugunsten von Spontanit\u00e4t und Vielfalt.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Unserer Wunsch w\u00e4re, der Kreis der Mitwirkenden und Mitschreibenden, eher nach dem Vorbild eines Forums als nach demjenigen einer traditionellen Zeitschrift, fortw\u00e4hrend zu erweitern. F\u00fchlen Sie sich also nicht nur als Leser, sondern auch als Mitgestalter des neuen Mediums, und senden Sie bitte uns alle Materialien \u2013 auch wenn nur Bilder eines wenig bekannten Projektes, das Sie zuf\u00e4llig gesehen haben \u2013 die Sie als potentiell interessant f\u00fcr andere sch\u00e4tzen. Zu viel wird es nicht werden!<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Lage des IFMA und der organischen Architekturbewegung hat sich in den letzten 20 Jahren stark ge\u00e4ndert. Was kann ein neues Format der Zeitschrift \u201eMensch und Architektur\u201c beitragen und wie?<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":169,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[44,20],"tags":[62],"class_list":["post-59","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fundamentals","category-magazine-ma","tag-our-magazine"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":634,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59\/revisions\/634"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/169"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}