{"id":939,"date":"2024-09-16T18:42:27","date_gmt":"2024-09-16T15:42:27","guid":{"rendered":"https:\/\/m-arc.org\/en\/?p=939"},"modified":"2024-11-03T11:55:15","modified_gmt":"2024-11-03T08:55:15","slug":"raum-empfindung-gestaltung-impressionen-eines-wochenendseminars-zur-raumerfahrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/m-arc.org\/de\/2024\/09\/raum-empfindung-gestaltung-impressionen-eines-wochenendseminars-zur-raumerfahrung\/","title":{"rendered":"Raum \u2013 Empfindung \u2013 Gestaltung. Impressionen eines Wochenendseminars zur Raumerfahrung"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/939?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/939?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><p><em>Drei\u00dfig Speichen st\u00fctzen die Nabe,<br \/>\n<\/em><em>Die Leere aber macht das Rad brauchbar.<br \/>\n<\/em><em>Der T\u00f6pfer formt Lehm zu Gef\u00e4\u00dfen,<br \/>\n<\/em><em>die Leere darinnen macht das Gef\u00e4\u00df.<br \/>\n<\/em><em>Fenster und T\u00fcren bricht man in Mauern,<br \/>\n<\/em><em>die Leere damitten macht die Behausung.<br \/>\n<\/em><em>So bildet das Sichtbare die Form eines Werkes,<br \/>\n<\/em><em>und macht das Nicht-Sichtbare es wertvoll.<\/em><\/p>\n<p><em>Laotse <sup>1<\/sup><\/em><\/p>\n<p>1. Laotse, <em>Tao te king<\/em>, Spruch 11.<\/p>\n<p>In der Architektur gibt es eine geheimnisvolle \u00dcberlagerung von Raum, Empfindungen und Bewusstsein. R\u00e4ume k\u00f6nnen durch ihre Gestaltung und Atmosph\u00e4re Stimmungen in uns erzeugen und unser Bewusstsein in eine bestimmte Richtung lenken. Das ist ein r\u00e4tselhaftes Ph\u00e4nomen, denn das R\u00e4umliche ist eigentlich etwas Unsichtbares. Wie ist das denn m\u00f6glich und wodurch werden solche Empfindungen ausgel\u00f6st? Meistens passiert das weitgehend unbewusst, aber kann man solche Empfindungen auch bewusst machen und wie tut man das?<br \/>\nDiesen Fragen widmete sich das Wochenendseminar \u00abRaum \u2013 Empfindung \u2013 Gestaltung\u00bb, das vom 8.-10. M\u00e4rz 2024 an der Alanus Hochschule bei Bonn stattfand. Organisiert wurde es durch die Sektion f\u00fcr Bildende K\u00fcnste am Goetheanum in Zusammenarbeit mit dem IFMA (Internationales Forum Mensch und Architektur) und die Architekturabteilung der Alanus Hochschule f\u00fcr Kunst und Gesellschaft. Das Programm gliederte sich in drei Teile. Zuerst gab es drei Einf\u00fchrungen mit \u00dcbungen \u00fcber verschiedene Arten von Raumwahrnehmung, danach erprobten wir diese an drei besonderen Bauwerken in K\u00f6ln, und zuletzt wurden die gefundenen Erfahrungen ausgewertet und vertieft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Einf\u00fchrungen in die Raumwahrnehmung<\/strong><\/p>\n<p>Drei Architekten pr\u00e4sentierten zu Beginn ihre unterschiedlichen Methoden der Raumerforschung. Als erster sprach Luigi Fiumara, Vorsitzender des IFMA, \u00fcber das Empfinden des architektonischen Raumes am eigenen K\u00f6rper. Er kn\u00fcpfte dazu an eine Aussage von Rudolf Steiner an, worin dieser die Architektur als ein Hinausprojizieren der Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten des menschlichen Leibes im Raume beschreibt (2). Wenn es tats\u00e4chlich so ist, dass wir in der Architektur die Gesetze unseres eigenen K\u00f6rpers hinausprojizieren, dann sollten wir die architektonische Gestaltung doch auch am eigenen Leibe sp\u00fcren k\u00f6nnen? Um dies zu untersuchen, wurden mit gro\u00dfen Platten Wellpappe unterschiedliche Raumformen gebildet. Einige Teilnehmer standen dabei im Innern und versuchten, die Qualit\u00e4ten der verschiedenen Raumformen am eigenen K\u00f6rper zu sp\u00fcren. Angefangen wurde mit einem dreieckigen Raum. Dieser l\u00f6ste bei allen ein Gef\u00fchl der Unruhe aus. Der Raum zieht die Aufmerksamkeit in die spitzen Ecken und l\u00e4sst einen nicht zur Ruhe kommen. Dies \u00e4ndert sich sogleich, wenn dieser dreieckige Raum in ein Sechseck verwandelt wird. Es entsteht sofort eine Beruhigung, und wenn diese Raumform noch eine Bewegungstendenz in sich hat, zieht sie nicht nach au\u00dfen, sondern l\u00e4dt ein zu einer kreisenden Bewegung. So hat jede Raumform ihren eigenen Charakter und diesen k\u00f6nnen wir, wenn wir uns darin hineinleben und innerlich abtasten, als k\u00f6rperlich-seelische Anregungen an uns selber sp\u00fcren. Aber wie nehmen wir diese Qualit\u00e4ten wahr? Dieser Frage widmete sich der Beitrag des Architekten Martin Riker. Er nahm die Sinneslehre Rudolf Steiners mit ihren zw\u00f6lf Sinnen zu Hilfe, um uns die Komplexit\u00e4t, aber auch die Ganzheitlichkeit der Raumerfahrung nahe zu bringen (3). Dass die Sinne nicht getrennt voneinander und auch ineinander wirken k\u00f6nnen, illustrierte er an einer Reihe von projizierten Bildern von Tischen. Wir schauten uns folglich gar keine wirklichen Tische an, sondern nur von ihnen projizierte Lichtbilder. Alle Eindr\u00fccke, die diese Bilder in uns weckten, liefen also \u00fcber den Sehsinn. Trotzdem konnten wir daran Qualit\u00e4ten wie Statik, Dynamik, Gleichgewicht, W\u00e4rme, Textur, Form, Stimmung, usw. wahrnehmen. Einen ganz anderen Einstieg zur Raumwahrnehmung er\u00f6ffnete WillemJan Beeren, Professor f\u00fcr Kunst und Architektur an der Alanus Hochschule, mit seinem Beitrag \u00fcber Raum als Klangerfahrung. Das H\u00f6ren geh\u00f6rt zu den h\u00f6heren Sinnen und verl\u00e4uft, im Gegensatz zum Sehen, in der Zeit. Wir dehnen uns im H\u00f6ren nicht \u00fcber den Raum hinaus, sondern lassen ihn in uns hinein (4). Auch das wurde mit Experimenten erfahrbar gemacht. Wir h\u00f6rten Klangfragmente, welche uns unwillk\u00fcrlich innerlich bestimmte R\u00e4umlichkeiten, wie zum Beispiel eine Mensa oder Caf\u00e9teria vergegenw\u00e4rtigten. Auch bewegten wir uns sprechend im Raum, wobei wir den \u00dcbergang von Ger\u00e4uschen zur Sprache und von Sprache zu dem gedanklichen Sinn zu beobachten versuchten. Mit diesen verschiedenen \u00dcbungen und Herangehensweisen ger\u00fcstet, wagten wir uns am n\u00e4chsten Tag an die Betrachtung drei monumentaler Bauwerke in K\u00f6ln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein unbeabsichtigtes Tiefenerlebnis<\/strong><\/p>\n<p>Ziel unserer Exkursion war es, drei H\u00f6hepunkte der sakralen Architektur in K\u00f6ln anzuschauen. Sie begann aber mit einer unbeabsichtigten Begehung von vier unterirdischen R\u00e4umlichkeiten. Unser elektrisches Auto brauchte eine Ladestelle und in der Hoffnung, dort eine zu finden, fuhren wir in das Parkhaus am Dom hinein. Wir durchquerten das Parkhaus, fanden aber keine Ladestation, und so fuhren wir nach einigen Minuten wieder heraus. Gl\u00fccklicherweise befand sich in der N\u00e4he noch ein zweites Parkhaus, in das wir ebenfalls hineinfuhren, es durchsuchten und ohne Erfolg wieder verlie\u00dfen. Gleich nebenan war ein drittes Parkhaus, worin wir wieder hineinfuhren, es durchsuchten und innerhalb weniger Minuten es wieder erfolglos verlassen mussten. Sp\u00e4testens dann wurde es lustig, und es ging uns die Beziehung zur Thematik der Exkursion auf. Wir waren nach K\u00f6ln gereist, um uns dort drei H\u00f6hepunkte der sakralen Architektur anzuschauen, durchquerten aber verschiedene unterirdische R\u00e4umlichkeiten der Stadt. Meist blendet man solche Erlebnisse aus. Dadurch aber, dass wir nacheinander vier Geb\u00e4ude dieser Art zu durchqueren hatten, fiel uns der spezielle Charakter dieser Orte pl\u00f6tzlich auf. Alle waren niedrig und dunkel, es gab keinerlei Anspruch auf Gestaltung, die \u00fcber die rein funktionale Zweckerf\u00fcllung hinausging. Ihre Enge, Niedrigkeit und Schmutzigkeit gaben allen eine etwas unheimliche Atmosph\u00e4re. Man w\u00fcrde nie auf die Idee kommen, sich dort aufzuhalten, sondern will den Raum, sobald das Auto geparkt ist, m\u00f6glichst schnell verlassen und kehrt erst dann wieder, wenn man hinausfahren m\u00f6chte. Als wir oben in der Sonne waren und der Dom strahlend vor uns stand, atmeten wir wieder auf und merkten, wie wohltuend die frische Luft und das warme Sonnenlicht waren. Es war aber eine interessante Vorbereitung f\u00fcr unsere Exkursion, um zu merken, wie R\u00e4ume \u00abberaubt\u00bb und \u00abbereichert\u00bb werden k\u00f6nnen von nat\u00fcrlichen Elementen wie Tageslicht und seelischen Qualit\u00e4ten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_948\" aria-describedby=\"caption-attachment-948\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-948\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-1-van-13-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-1-van-13-300x225.jpeg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-1-van-13-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-1-van-13-768x576.jpeg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-1-van-13-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-1-van-13-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-948\" class=\"wp-caption-text\">Raumatmosph\u00e4re<br \/>Parkhaus K\u00f6ln \u00a9 Pieter van der Ree<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_949\" aria-describedby=\"caption-attachment-949\" style=\"width: 240px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-949\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-2-van-13-240x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-2-van-13-240x300.jpeg 240w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-2-van-13-820x1024.jpeg 820w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-2-van-13-768x959.jpeg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-2-van-13-1230x1536.jpeg 1230w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-2-van-13-1640x2048.jpeg 1640w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-949\" class=\"wp-caption-text\">K\u00f6lner Dom<br \/>von S\u00fcden \u00a9 Pieter van der Ree<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hinauf ins Licht<\/strong><\/p>\n<p>Schon von Weitem her ist der K\u00f6lner Dom sichtbar und zeigt den Reisenden an, wo sich das Zentrum der Stadt befindet. Kommt man n\u00e4her, so verdeckt die umgebende Bebauung bald den Blick auf den Dom, bis, wenn man ganz nahe herangekommen ist, dieser wieder pl\u00f6tzlich in seiner \u00fcberragenden Gr\u00f6\u00dfe erscheint. Beim Betreten umf\u00e4ngt den Menschen unwillk\u00fcrlich eine Art konzentrierter Stille. Die m\u00e4chtige H\u00f6he, die rhythmischen Pfeilerb\u00fcndel, die farbigen Fenster \u2013 sie verleihen dem Raum eine Erhabenheit, die fast jeder sp\u00fcrt und jeden in seinen Bann zieht. Wir hatten aber vor, die R\u00e4umlichkeit bewusst zu erforschen. Dazu verteilten wir uns in drei Gruppen, die den Raum aus den am vorigen Abend ge\u00fcbten Blickwinkeln auf sich wirken lie\u00dfen. Eine Gruppe konzentrierte sich auf die Akustik des Raumes, die zweite lie\u00df die R\u00e4umlichkeit auf alle Sinne wirken, und die dritte versuchte, die Wirkung des Raumes am eigenen K\u00f6rper zu sp\u00fcren. Nach einer halben Stunde tauschten wir die gemachten Erfahrungen aus und wechselten zur anderen Gruppe. Eine erste Frucht dieser Herangehensweise war, dass man sich seiner gew\u00f6hnlichen Art der Raumwahrnehmung bewusst wurde. Statt den Blick nach Lust und Laune schweifen zu lassen, musste man sich auf einen bestimmten Aspekt konzentrieren. Fortw\u00e4hrend wurde man dabei aber abgelenkt durch interessante Details oder andere Besucher. All diese visuellen Eindr\u00fccke verhindern zum Beispiel, dass man auf den Klang eines Raumes achtet. Versucht man aber das zu tun, so \u00f6ffnet sich dabei eine neue Welt. Auch mit geschlossenen Augen kann man sp\u00fcren, dass man sich in einem sehr hohen, gegliederten Raum befindet. Bewegt man sich darin h\u00f6rend herum, so bemerkt man, wie verschieden der Klang im Hauptschiff, in den Seitenschiffen oder in der Krypta ist. Vor allem aber hat diese Krypta einen ganz anderen Klang und eine andere Atmosph\u00e4re als die gerade besuchten, ebenfalls unterirdischen Parkh\u00e4user. Was sich besonders gut am eigenen Leibe sp\u00fcren lie\u00df, das war die Aufrichtekraft des Raumes, besonders im Mittelschiff. Die m\u00e4chtigen Pfeilerb\u00fcndel appellierten an unsere eigene Vertikalit\u00e4t, wobei die Dreigliederung der Wand im Chor mit der Dreigliederung im eigenen K\u00f6rper resonierte: die farbigen Fenster im oberen Bereich mit dem Kopf und Brustbereich, die mittlere Zone mit dem Bauchbereich und der untere Bereich mit ihren durchgehenden Pfeilern mit den eigenen Beinen. Was gegen Osten blickend in der H\u00f6he \u00fcber den Altar hinaus zum Licht hinauff\u00fchrt, das wirkt gegen Westen gerade in der anderen Richtung. Dort setzen die m\u00e4chtigen Pfeilerb\u00fcndel die Besucher, bevor sie den Dom verlassen, empfindungsm\u00e4\u00dfig wieder mit ihren beiden Beinen auf die Erde.<\/p>\n<figure id=\"attachment_950\" aria-describedby=\"caption-attachment-950\" style=\"width: 255px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-950\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-3-van-13-255x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"255\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-3-van-13-255x300.jpeg 255w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-3-van-13-872x1024.jpeg 872w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-3-van-13-768x902.jpeg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-3-van-13-1308x1536.jpeg 1308w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-3-van-13-1744x2048.jpeg 1744w\" sizes=\"auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-950\" class=\"wp-caption-text\">Innenansicht K\u00f6lner Dom<br \/>in Richtung Chor \u00a9 Pieter van der Ree<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_951\" aria-describedby=\"caption-attachment-951\" style=\"width: 204px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-951\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-4-van-13-204x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"204\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-4-van-13-204x300.jpeg 204w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-4-van-13-697x1024.jpeg 697w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-4-van-13-768x1128.jpeg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-4-van-13-1046x1536.jpeg 1046w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-4-van-13-1394x2048.jpeg 1394w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-4-van-13.jpeg 1722w\" sizes=\"auto, (max-width: 204px) 100vw, 204px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-951\" class=\"wp-caption-text\">Innenansicht K\u00f6lner Dom<br \/>in Richtung Westeingang \u00a9 Pieter van der Ree<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein ambivalenter Raum<\/strong><\/p>\n<p>Nachmittags besuchten wir die in der K\u00f6lner Neustadt gelegene St. Gertrud Kirche. Diese wurde 1960 durch den Architekten Gottfried B\u00f6hm entworfen und zwischen 1962 und 1965 gebaut. Im Gegensatz zum K\u00f6lner Dom ist es keine freistehende Kirche, sondern eine, die in die umliegenden Geb\u00e4ude eingebettet ist. Auch im Inneren sind die beiden Bauwerke sehr verschieden. Beim Betreten der St. Gertrud Kirche muss das Auge sich erst an die Dunkelheit gew\u00f6hnen. Dann wird ein asymmetrischer, freigestalteter Raum sichtbar. Obwohl der Eingang sich gegen\u00fcber dem Altarraum befindet, ist die Raumwirkung nicht axial, sondern eher rundlich. Es fehlt eine eindeutige Raumesrichtung, wie wir das bei dem Dom erlebten. Dadurch brauchten wir etwas Zeit, um uns im Raum zu orientieren. Wir versuchten es von mehreren Stellen aus, ohne dass es uns gut gelang. Nach einiger Zeit kamen wir darauf, dass dies wohl damit zu tun hatte, dass die funktionale Raumesrichtung, welche eindeutig auf den Altar und das dar\u00fcber h\u00e4ngende Kruzifix orientiert ist, und die architektonische Raumesrichtung, die eher in der Querrichtung verl\u00e4uft, einander widersprechen. Die m\u00e4chtigen, kristallinen Falten im dunklen Betondach durchqueren die Orientierung zum Altar und vermitteln eher eine quer darauf stehende Raumesrichtung. Links oben hebt das Dach sich \u00fcber drei kristalline Fenster empor, wobei es rechts auf einer flacheren Wand lastet, die f\u00fcr zwei im rohen Beton ausgef\u00fchrte Beichth\u00e4uschen dient. Blickt man von diesen Beichth\u00e4uschen hinauf zu den Fenstern, dann hat der Raum eine stimmige Wirkung, allerdings bleibt dabei der Altarbereich au\u00dfer Acht. So rangen wir damit, diesen eigenst\u00e4ndigen und expressiven Raum zu verstehen, was aber nicht gut gelang. Hatten die Beichth\u00e4uschen in der Nachkriegszeit vielleicht einen viel gr\u00f6\u00dferen Stellenwert als heute? Wir tasteten uns heran, fanden den Schl\u00fcssel aber nicht. Kurz bevor wir herausgehen wollten, fiel der Blick auf ein Plakat mit einem Zitat des Architekten: \u00abEigentlich wollte ich in der damaligen Zeit nach dem Krieg gar keinen sakralen Raum bauen [&#8230;] Ich war zwar gl\u00e4ubig, aber ich war v\u00f6llig gegen diese sakrale Stimmung, die lehnte ich ab. Merkw\u00fcrdigerweise ist es inzwischen so, dass man zwar st\u00e4rkere Zweifel und Widerst\u00e4nde gegen den Glauben hat, andererseits aber den Wert des Sakralen eher wieder erkennt.\u00bb War das vielleicht der innere Grund der Ambivalenz des Raumes, die wir hier sp\u00fcrten? Allerdings r\u00e4tselten wir, wie es m\u00f6glich ist, dass so eine innere Haltung sich in architektonische Gestaltung niederschl\u00e4gt und Jahrzehnte sp\u00e4ter noch daran erlebt werden kann und den Besuchern zu schaffen macht. Inzwischen sucht auch die Kirchenleitung, wie Plakate bezeugen, f\u00fcr die Kirche eine erweiterte Bestimmung als Kulturraum.<\/p>\n<figure id=\"attachment_952\" aria-describedby=\"caption-attachment-952\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-952\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-5-van-13-225x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-5-van-13-225x300.jpeg 225w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-5-van-13-766x1024.jpeg 766w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-5-van-13-768x1026.jpeg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-5-van-13-1150x1536.jpeg 1150w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-5-van-13-1533x2048.jpeg 1533w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-5-van-13-scaled.jpeg 1916w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-952\" class=\"wp-caption-text\">St. Gertrud Kirche,<br \/>Entwurf Gottfried B\u00f6hm, 1960 \u2013 1965 \u00a9 Pieter van der Ree<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_953\" aria-describedby=\"caption-attachment-953\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-953\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-6-van-13-300x201.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-6-van-13-300x201.jpeg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-6-van-13-1024x686.jpeg 1024w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-6-van-13-768x514.jpeg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-6-van-13-1536x1029.jpeg 1536w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-6-van-13-2048x1371.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-953\" class=\"wp-caption-text\">Innenansicht St. Gertrud Kirche<br \/>in Richtung Altar \u00a9 Pieter van der Ree<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_954\" aria-describedby=\"caption-attachment-954\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-954\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-7-van-13-300x258.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-7-van-13-300x258.jpeg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-7-van-13-1024x880.jpeg 1024w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-7-van-13-768x660.jpeg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-7-van-13-1536x1321.jpeg 1536w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-7-van-13-2048x1761.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-954\" class=\"wp-caption-text\">Innenansicht St. Gertrud Kirche<br \/>Nordfassade \u00a9 Pieter van der Ree<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Goldene Lehrs\u00e4tze im Kuppelraum<\/strong><\/p>\n<p>Von einer solchen Ambivalenz lie\u00df sich bei der DiTiB-Zentralmoschee in K\u00f6ln-Ehrenfeld, die wir am Ende des Nachmittags besuchten, nichts bemerken. Das 2017 nach dem Entwurf von Paul B\u00f6hm, dem Sohn von Gottfried B\u00f6hm, fertiggestellte Geb\u00e4ude wirkt belebt und scheint seine beabsichtigte Aufgabe voll zu erf\u00fcllen. Die Moschee liegt an einer Durchgangsstra\u00dfe und ist mit ihrer Kuppelh\u00f6he von 35 m und Minaretten von 55 m H\u00f6he von weitem her sichtbar. Die Moschee ist Teil eines gr\u00f6\u00dferen Geb\u00e4udekomplexes mit einem unterirdischen Parkhaus, einem Einkaufszentrum, B\u00fcror\u00e4umen, Caf\u00e9teria und rituellen Waschr\u00e4umen. Die oberirdischen Funktionen gruppieren sich um einen erh\u00f6hten Innenhof, welcher durch zwei breite Treppen zug\u00e4nglich ist. Die Gestaltung der umgebenden Hofbebauung ist rechteckig und schlicht, wobei die eigentliche Moschee sich durch ihre runden Formen davon deutlich abhebt. Sie besteht aus sechs zur Mitte hinaufstrebenden Kuppelsegmenten mit dazwischen liegenden Glasstreifen, die das Tageslicht hineinlassen und die Eing\u00e4nge enthalten. Die Moschee ist zwar frei zug\u00e4nglich, aber f\u00fcr Gruppen nur mit F\u00fchrung zu besuchen. Diese wurde durch einen Studenten \u00fcbernommen, der uns sowohl \u00fcber den Entwurf des Bauwerkes als auch \u00fcber dessen religi\u00f6se Hintergr\u00fcnde informierte. So erz\u00e4hlte er uns, dass die beiden zentralen Lehrs\u00e4tze des Islam: \u00abEs gibt keinen Gott au\u00dfer Allah und Mohammed ist sein Prophet\u00bb in elegant kalligraphischer Schrift auf den beiden h\u00f6lzernen Zugangst\u00fcren angebracht sind und damit den Zugang zum wahren Glauben markieren. Auch im Inneren sind die W\u00e4nde des Gebetsraums mit goldenen Buchstaben durch kalligraphische Texte aus dem Koran und mit den Namen der Erzv\u00e4ter gestaltet. Ansonsten gibt es nur geometrische Dekorationen und der Raum ist, im Gegensatz zum Dom und der St. Gertrud Kirche, frei von bildlichen Darstellungen. Ein anderer Gegensatz zu diesen beiden Bauwerken ist, dass die Geb\u00e4udeh\u00fclle der Moschee aus rundlichen Bauelementen besteht. Diese haben geschwungene Kanten, so als ob sie locker aus den Kuppeln geschnitten w\u00e4ren. Versucht man das Ganze am eigenen K\u00f6rper zu sp\u00fcren, so f\u00fchlt man sich am st\u00e4rksten im Kopfbereich angesprochen. An den Kopf appellieren auch die Lehrs\u00e4tze, die den Gl\u00e4ubigen in goldenen Buchstaben umgeben. Es sind offenbarte und tradierte Glaubensinhalte, die so st\u00e4ndig vergegenw\u00e4rtigt werden. Ganz oben, im Zenit der Kuppel, gibt es noch eine rundliche Licht\u00f6ffnung mit einen Zehnstern darin, der Allah repr\u00e4sentiert und erlebbar machen soll, wie seine Pr\u00e4senz immer nahe ist. Eine besondere Empfindung l\u00f6ste der sanfte, hellblaue Teppich aus, welcher den ganzen Innenraum bedeckt und ihm den Charakter eines riesigen, gemeinsamen Wohnzimmers gibt. Bevor man den Raum betritt, m\u00fcssen deshalb die Schuhe ausgezogen werden. Der Teppich hebt den Raum aus dem Allt\u00e4glichen in eine erhobene Sph\u00e4re und macht es gleichzeitig bequemer, sich in Gebetshaltung auf die Erde zu werfen. Denn dieses \u00absich f\u00fcr Allah auf die Erde werfen\u00bb ist die zentrale Geste der Gebetshandlungen und die Architektur unterst\u00fctzt diese Geb\u00e4rde durch ihre Formensprache. Sie f\u00fchrt die Rundungen der Kuppelsegmente in einer flie\u00dfenden Bewegung herunter zur Erde, so wie die Gl\u00e4ubigen sich selber zur Erde biegen. Ein harmonischer Zusammenklang also von innerer Haltung, ritueller Handlung und architektonischer Geb\u00e4rde.<\/p>\n<figure id=\"attachment_955\" aria-describedby=\"caption-attachment-955\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-955\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-8-van-13-300x242.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-8-van-13-300x242.jpeg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-8-van-13-1024x826.jpeg 1024w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-8-van-13-768x620.jpeg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-8-van-13-1536x1239.jpeg 1536w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-8-van-13-2048x1652.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-955\" class=\"wp-caption-text\">DiTiB Zentralmoschee K\u00f6ln,<br \/>Entwurf Architekturb\u00fcro Paul B\u00f6hm,<br \/>2006 \u2013 2017 \u00a9 Pieter van der Ree<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_956\" aria-describedby=\"caption-attachment-956\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-956\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-9-van-13-300x279.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-9-van-13-300x279.jpeg 300w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-9-van-13-1024x953.jpeg 1024w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-9-van-13-768x715.jpeg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-9-van-13-1536x1429.jpeg 1536w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-9-van-13-2048x1906.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-956\" class=\"wp-caption-text\">Innenansicht<br \/>DiTiB Zentralmoschee K\u00f6ln \u00a9 Pieter van der Ree<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_957\" aria-describedby=\"caption-attachment-957\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-957\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-10-van-13-225x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-10-van-13-225x300.jpeg 225w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-10-van-13-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-10-van-13-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-10-van-13-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-10-van-13-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-957\" class=\"wp-caption-text\">Licht\u00f6ffnung in der Kuppel<br \/>der DiTiB Zentralmoschee K\u00f6ln \u00a9 Pieter van der Ree<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gestaltung und religi\u00f6se Empfindung<\/strong><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen blickten wir zur\u00fcck auf unsere Erfahrungen der vorigen Tage. Zun\u00e4chst versuchten wir, die drei besuchten Geb\u00e4ude aus der Erinnerung zu zeichnen. Das gelang selbstverst\u00e4ndlich nur sehr beschr\u00e4nkt, aber trotzdem gelangen jedem Teilnehmer, einige charakteristische Gestaltungselemente festzuhalten. Das Gesamtergebnis war aber&nbsp;erstaunlich, denn trotz mangelnder Erinnerung und Zeichenf\u00e4higkeiten kamen dabei ganz deutliche, unverwechselbare Merkmale heraus. Mit ein paar schr\u00e4gen oder gekr\u00fcmmten Linien lie\u00dfen sich die besuchten Geb\u00e4ude charakterisieren. Offenbar erkennen wir Bauwerke an solchen Merkmalen und sp\u00fcren ihren Charakter daran. Im Gespr\u00e4ch gingen uns Themen auf, die wir am vorigen Tag gerade versucht hatten auszublenden. So hatten wir uns auf die R\u00e4umlichkeit der Bauwerke konzentriert und uns nicht durch andere Besucher ablenken lassen. In der Wirklichkeit waren sie aber da und wir hatten sie sehr wohl wahrgenommen. Sie f\u00e4rbten die Erinnerungen und f\u00fcgten ein wesentliches Element hinzu. So wurde mir im Nachhinein bewusst, dass die jeweilige Benutzung der drei Geb\u00e4ude ganz unterschiedlich war. Im Dom gab es zwar viele Besucher, aber \u00fcberwiegend Touristen, die weniger wegen des Gottesdienstes als wegen der eindrucksvollen Architektur gekommen waren. Als wir die St. Gertrud Kirche betraten, war diese zun\u00e4chst ganz leer. L\u00e4ngere Zeit waren wir die einzigen Besucher. Nach einer Weile blickten ein Paar Menschen vorsichtig um die Ecke, sahen offenbar nichts Interessantes und verschwanden wieder. Die Moschee funktionierte als einzige ganz im Sinne ihrer beabsichtigten Funktion. Sie war denn auch das j\u00fcngste Geb\u00e4ude und erst vor sieben Jahren fertig gestellt worden. Was diese Beobachtung uns lehrte war, dass, auch wenn eine Raumgestaltung anfangs nahtlos auf seine beabsichtigte Nutzung angepasst ist, das dahinterstehende religi\u00f6se Empfinden sich \u00e4ndern kann und der Zusammenhang sich dadurch l\u00f6st. Damit muss das Geb\u00e4ude nicht notwendigerweise seinen Wert verlieren. Dieses kann sich auch verwandeln. So bildet der Dom noch immer das Herzst\u00fcck der Stadt und kann noch immer ganz wertvolle Erfahrungen vermitteln, auch wenn das religi\u00f6se Erleben sich ge\u00e4ndert hat. Ja, es ist sogar eine besondere Qualit\u00e4t der Architektur, solche verflossenen religi\u00f6sen Empfindungen und Vorstellungen in Stein festzuhalten, wodurch wir sie Jahrhunderte sp\u00e4ter noch nachempfinden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gestaltung und Identit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr viele Architekten ist es ein hohes Ziel, r\u00e4umliche Formen zu schaffen, die funktional und empfindungsm\u00e4\u00dfig zu ihrer Benutzung passen. Bei den durch uns besuchten Geb\u00e4uden war das aktuell am st\u00e4rksten bei der Moschee der Fall. Trotzdem sp\u00fcrte ich innerlich einen bestimmten Vorbehalt. Obwohl ein Teil meiner architektonischen Ideale erf\u00fcllt wurde, konnte ich mich doch nicht ganz damit identifizieren. Von woher kam das und wieso wusste ich das so sicher? Es hatte nichts mit einem Urteil zu tun, nur sp\u00fcrte ich, dass es nicht mein Weg war. Offenbar k\u00f6nnen wir den Charakter von \u00e4u\u00dferen Formen und ihre Verwandtschaft oder Fremdheit in Beziehung zur eigenen Identit\u00e4t empfinden. Dieses Erleben hat nur wenig mit einem \u00e4sthetischen Urteil zu tun. Ich kann etwas wundersch\u00f6n finden, aber trotzdem kann es mir fremd sein. Es kann ein k\u00fcnstlerisches Meisterwerk sein und trotzdem ist es m\u00f6glich, dass ich mich nicht damit identifizieren kann. Offenbar gibt es eine Art \u00abIdentit\u00e4tssinn\u00bb, womit wir sowohl den Charakter von sichtbaren Objekten wie Bauwerken sowie unsere eigene, v\u00f6llig unsichtbare Identit\u00e4t wahrnehmen k\u00f6nnen. Das war eine unerwartete und faszinierende Erfahrung, die uns an diesen Bauwerken bewusst wurde.<\/p>\n<figure id=\"attachment_958\" aria-describedby=\"caption-attachment-958\" style=\"width: 206px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-958\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-11-van-13-206x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"206\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-11-van-13-206x300.jpeg 206w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-11-van-13-704x1024.jpeg 704w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-11-van-13-768x1117.jpeg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-11-van-13-1056x1536.jpeg 1056w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-11-van-13-1408x2048.jpeg 1408w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-11-van-13-scaled.jpeg 1760w\" sizes=\"auto, (max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-958\" class=\"wp-caption-text\">Zeichnung der architektonischen Gestik des K\u00f6lner Dom \u00a9 Pieter van der Ree<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_959\" aria-describedby=\"caption-attachment-959\" style=\"width: 218px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-959\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-12-van-13-1-218x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"218\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-12-van-13-1-218x300.jpeg 218w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-12-van-13-1-745x1024.jpeg 745w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-12-van-13-1-768x1056.jpeg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-12-van-13-1-1118x1536.jpeg 1118w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-12-van-13-1-1490x2048.jpeg 1490w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-12-van-13-1-scaled.jpeg 1863w\" sizes=\"auto, (max-width: 218px) 100vw, 218px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-959\" class=\"wp-caption-text\">Zeichnung der architektonischen Gestik der St. Gertrud Kirche \u00a9 Pieter van der Ree<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_960\" aria-describedby=\"caption-attachment-960\" style=\"width: 253px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-960\" src=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-13-van-13-253x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"253\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-13-van-13-253x300.jpeg 253w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-13-van-13-863x1024.jpeg 863w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-13-van-13-768x912.jpeg 768w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-13-van-13-1294x1536.jpeg 1294w, https:\/\/m-arc.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024-04-Bericht-Raumseminar-Stil-13-van-13-1726x2048.jpeg 1726w\" sizes=\"auto, (max-width: 253px) 100vw, 253px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-960\" class=\"wp-caption-text\">Zeichnung der architektonischen Gestik<br \/>der DiTiB Zentralmoschee \u00a9 Pieter van der Ree<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unerwartete Schichten und neue Einsichten<\/strong><\/p>\n<p>Waren das die wichtigsten Fr\u00fcchte dieses Wochenendseminars? Sie waren sicherlich wertvoll, aber wichtiger war wahrscheinlich noch die Erfahrung, dass es m\u00f6glich ist, seine eigene, spontane Raumerfahrung zu vertiefen und diese sich bewusst zu machen. Gew\u00f6hnlich geht ein Gro\u00dfteil davon unbemerkt an uns vor\u00fcber. Dadurch, dass wir sie uns bewusst machten und austauschten, \u00f6ffneten sich unerwartete Schichten und Einsichten. Was auf den ersten Blick vielleicht subjektive Eindr\u00fccke schienen, ergaben sich dabei meistens als geteilte Empfindungen. Man erlebt zwar individuell, es ist damit aber noch nicht gesagt, dass die Erlebnisse nur subjektiv sind. Das eigene Empfinden kann offenbar sehr wohl zu einer Art von Wahrnehmungsorgan ausgebildet werden. Das ben\u00f6tigt \u00dcbung, sowohl in der Wahrnehmung als auch in der Artikulierung des Erfahrenen, ist aber offenbar ein begehbarer und dabei sehr bereichernder Weg. Der Nachteil ist vielleicht, dass die Erfahrung nicht objektiv im \u00fcblichen wissenschaftlichen Sinne ist. Der Vorteil ist allerdings, dass man sich auf diese Weise selber ausbildet. Woraus sollte man als Architekt denn sonst seine Inspirationen beim Entwerfen sch\u00f6pfen? Und wie k\u00f6nnte man im Entwerfen sensibel abgestimmte R\u00e4ume f\u00fcr seinen Auftraggeber schaffen, wenn man nicht vorher selber ein Gesp\u00fcr daf\u00fcr entwickelt hat? So war das Seminar vor allem eine Best\u00e4tigung der Bedeutung der Entwicklung von neuen Organen zur Wahrnehmung und Empfindung von R\u00e4umen und ein Ansporn, uns \u00fcbend auf diesen Weg zu begeben. Wie man diese F\u00e4higkeiten beim Entwerfen umsetzen kann, wie die Arbeit hinter dem Computer sich auf diese F\u00e4higkeiten auswirkt und welche neuen F\u00e4higkeiten diese Entwurfsarbeit von uns erfordert, sind Fragen f\u00fcr eines n\u00e4chstes Wochenendseminar.<\/p>\n<p>2. Rudolf Steiner: <em>Kunst im Lichte der Mysterienweisheit, <\/em>GA 275, Dornach 1980, S. 43.<\/p>\n<p>3. Rudolf Steiner: <em>Zur Sinneslehre<\/em>, Stuttgart 1980.<\/p>\n<p>4. Juhani Pallasmaa: <em>The Eyes of the Skin, Architecture <\/em><em>and the senses, <\/em>New Jersey 1996.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Architektur gibt es eine geheimnisvolle \u00dcberlagerung von Raum, Empfindungen und Bewusstsein. R\u00e4ume k\u00f6nnen durch ihre Gestaltung und Atmosph\u00e4re Stimmungen in uns erzeugen und unser Bewusstsein in eine bestimmte Richtung lenken. Das ist ein r\u00e4tselhaftes Ph\u00e4nomen, denn das R\u00e4umliche ist eigentlich etwas Unsichtbares. Wie ist das denn m\u00f6glich und wodurch werden solche Empfindungen ausgel\u00f6st? Meistens passiert das weitgehend unbewusst, aber kann man solche Empfindungen auch bewusst machen und<br \/>\nwie tut man das? <\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":952,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[42,59,22,20],"tags":[75],"class_list":["post-939","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-architects","category-deutschland","category-events","category-magazine-ma","tag-focus-on-space"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/939","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=939"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/939\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":970,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/939\/revisions\/970"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/952"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=939"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=939"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/m-arc.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=939"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}